Das Bild entstand kurz nach der Inbetriebnahme (ca. 10.00 Uhr). Links ist das gewählte Anlagenschema zu sehen, rechts die Temperatur an den Kollektoren.

deltasol

 

Datalogger der Firma RESOL

DL2

Die Steuerung der Anlage wird durch einen Solarregler DeltaSol-ES übernommen. Der Regler ist mit 36 hinterlegten Anlagenschemen ausgestattet. Über eine Schnittstelle (VBus) können die Daten mit dem Datalogger DL2 ausgelesen werden und danach exportiert (z. B. als Excel-File) werden.

Der DL2 besitzt eine RJ45-Schnittstelle. Über diese können nach entsprechender Konfiguration die "Live-Daten" im Webbrowser in Echtzeit dargestellt werden.

 

Zu den Kosten machen wir im Moment keine Angaben (vielleicht ändert sich das auch einmal). Da sollte sich jeder seine eigenen Gedanken machen, ob er so ein Projekt verwirklichen will oder nicht. Auch in die unendliche Diskussion, ob sich eine Solarthermie amortisiert oder nicht, steigen wir nicht ein. Auch dies muss jeder mit sich selbst ausmachen.

Wir möchten einfach vermeiden, dass sich andere Leute ihren Kopf über unsere Anlage zerbrechen müssen und dafür auch noch ihre wertvolle und vor allem teure Zeit verschwenden müssen.

Die Spülmaschine und Waschmaschine haben wir übrigens auch an das Warmwasser angeschlossen. Die Zirkulationsleitung für die Küche ist zu bestimmten Zeiten "in Betrieb". Dies wird durch eine ganz kleine Pumpe gesteuert, die wiederum mit einer Schaltuhr versehen ist. Die Schaltuhr ist auf unsere Gepflogenheiten und Bedürfnisse abgestimmt, sodass Warmwasser meistens zur richtigen Zeit zur Verfügung steht.

Bei der Waschmaschine gibt es keine Probleme, da diese in sehr kurzer Entfernung zum Wärmespeicher steht.

Wir haben übrigens eine Waschmaschine mit Kalt-/Warmwasseranschluss. Da die alte Waschmaschine mit ihren 17 Jahren nicht mehr die Jüngste war, entschlossen wir uns beim Neukauf gleich für diese (etwas teurere) Möglichkeit.

Ob es sich bewährt, können wir im Moment noch nicht sagen. Zu diesem Thema gibt es im Internet tausende von Einträgen. Sowohl bei den Befürwortern wie auch bei den Gegnern gibt es stichhaltige Argumente.

Unsere Erfahrungen: (August 2018)

Wir haben weder bei der Waschmaschine noch bei der Spülmaschine schlechte Erfahrungen gemacht. Die Wäsche bzw. das Geschirr kommt sauber raus. Die Programmdauer ändert sich übrigens nicht wesentlich. Zeit wird also nicht viel eingespart.

Dies ist aber nicht weiter schlimm, davon haben wir genügend.

Wobei es aber durchaus sein kann, dass bei bestimmten Konstellationen das Ergebnis nicht optimal ist. Wie viel Strom wir durch diese Maßnahme gespart haben, können wir nicht sagen, da keine eindeutigen Messungen durchgeführt wurden.

 

Die Anlage besteht im Wesentlichen aus

  • drei Modulen - Wolf TopSon F3 für Quermontage Wolf-Heiztechnik
  • Wolf Solarspeicher SEM-1 mit 400 Litern
  • Wärmepuffer (genutzt wird der alte Speicher von Weishaupt)
  • Solarregelung DeltaSol ES
  • Gas-Brenner Weishaupt (bleibt bestehen) Weishaupt

 

anlagenaufbau

Einige Elemente wurden aus den Unterlagen der entsprechenden Firma (Wolf u. Weishaupt) entnommen.

1 Kollektoren
2 Kollektorfühler
3 Ladepumpe Solarkreis
4 Solarregelung DeltaSol ES
5 Ladepumpe Heizkreis
6 Speicherladepumpe Heizung
7 Speicherfühler Heizung Brauchwasser
8 Speicherfühler Solar Brauchwasser
9 3-Wege-Umschaltventil Solar in Brauchwasserspeicher/Pufferspeicher
10 Speicherfühler Pufferspeicher
11 3-Wege-Umschaltventil mit/ohne Rücklaufanhebung
12 Brauchwasserspeicher
13 Pufferspeicher
14 Gasbrenner Weishaupt Thermo unit

Da unser Dach komplett belegt ist, wurden die Module auf U-Profilen (80x40x6 mm verzinkt) befestigt. Die U-Profile wiederum wurden an der Dachunterseite mit Holzschrauben angeschraubt. Der Überstand beträgt ca. 1,15 m, die Auflagefläche 0,95 m. Insgesamt wurden 10 U-Profile angeschraubt, sodass genügend Reserve für Schnee- und Windlast vorhanden sein sollte.

Die U-Profile wurden in Eigenleistung beschafft/angeschraubt.

Die Rohre wurden gut isoliert in einem Kabelkanal an der Außenwand angebracht und verlaufen nach ca. 4 m in den Keller. Von der Außenwand bis zum Heizungsraum sind es noch einmal ca. 5 m.

Im Heizungsraum wird der bestehende Speicher als Pufferspeicher eingesetzt, zusätzlich kam noch ein Solarspeicher SEM-1 400 dazu. Die Rohre von Brauchwasser und Heizung wurden entsprechend abgeändert.

Vorrang beim Laden hat natürlich der Brauchwasserspeicher. Ist dieser "voll", geht die Wärme in den Pufferspeicher. Ebenfalls in den Puffer geht die Wärme, wenn der Temperaturunterschied zwischen Kollektoren und Brauchwasserspeicher zu gering ist.

Weiterhin wurde der Rücklauf der Fußbodenheizung über den Pufferspeicher geleitet, sodass dessen Wärme auch zum Heizen mit genutzt werden kann. Die Programme im Heizkessel wurden entsprechend angepasst. Es sind im Haus auch noch Heizkörper vorhanden, diese sind jedoch nur an wenigen Tagen im Jahr in Betrieb. Die Heizleistung der Fußbodenheizung reicht meistens aus.

 

 

Die ersten Gedanken machten wir uns schon im Sommer/Herbst 2008, nachdem in der Nachbarschaft eine Anlage installiert wurde. Etwas konkreter wurde es dann so im Dezember. Vermutlich hat auch noch dazu beigetragen, dass es im Winter 2008/2009 so kalt war.

Also entschlossen wir uns, von vier Firmen aus der Region (Umkreis ca. 15 km) Angebote einzuholen. Alle Firmen wurden über die jeweils offizielle Kontaktanschrift über das Internet angeschrieben. Die Firmen wurden gebeten, bezüglich eines Beratungsgespräches anzurufen. Selbstverständlich wurde die komplette Adresse mit Telefon- und Faxnummer hinterlassen. Dies war am 14.01.2009.

Die erste Antwort kam ziemlich schnell. Zufällig war das ein Installateur aus unserem Heimatort, die Fa. Wimmer.

Bei einem intensiven Beratungsgespräch wurden die Vor- und Nachteile einer Solarthermie aufgezeigt. Es wurde auch auf die Einsparpotentiale eingegangen, welche im Internet in fast unendlicher Vielfalt nachgelesen werden können. Die Zahlen waren übrigens teilweise erheblich kleiner (wie im Internet dargestellt) und dürften ziemlich der Realität entsprechen.

Der Installateur machte Fotos im Heizraum und bekam von uns Kopien vom Bauplan. Natürlich wurde auch der geplante Montageort der Module besichtigt. Das Angebot war eine Woche später da. Es war sehr detailliert mit verschiedenen Prospekten der Komponenten.

Ein weiterer Installateur meldete sich am 04.02.2009. Schon am Telefon konnte ich feststellen, dass er eigentlich keine Lust hatte. Er kam dann aber doch am 10.02.2009 vorbei. Das Gespräch war aber schon nach 30 Minuten beendet. Aufgeschrieben hat er sich nichts, lediglich eine Kopie des Grundrisses nahm er mit. Das versprochene Angebot kam bis zum heutigen Tag nicht!!

Was uns aber noch mehr verwundert bzw. ärgert ist die Tatsache, dass sich zwei angeschriebene Installateure überhaupt nicht gemeldet haben. Sich einfach „tot“ stellen, ist unserer Meinung nach einfach eine Frechheit. Wenn eine Firma, aus welchen Gründen auch immer, kein Angebot abgeben kann/will, so erwarte ich eigentlich schon, dass wenigstens eine Absage kommt.

Den Zuschlag für das Projekt erhielt am 23.02.2009 der Installateur, der sich als erster gemeldet und zudem ein umfassendes Angebot gemacht hat. Dass er aus unserem Heimatort stammt, ist natürlich auch erfreulich.

Baubeginn war dann schließlich der 17.03.2009. Die Inbetriebnahme war dann am 20.3.2009.

Unsere Meinung über „die sehr gebeutelten Handwerker“ hat sich übrigens erheblich geändert.

 

Schematische Darstellung unserer Anlage.

 

solarthermie

 

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